bejubelt, verfemt, verschollen ...
nach über einem halben Jahrhundert wiederentdeckt ...
»Nathan der Weise« zu Gast beim YOUNG EURO CLASSIC FESTIVAL 2010
20. August 2010 | 20.00 Uhr
Konzerthaus am Gendarmenmarkt | Berlin
Musik: Rabih Abou-Khalil (2009)
Mit Rabih Abou-Khalil (Oud), Michel Godard (Tuba), Jarrod Cagwin (Percussion)und dem Bundesjugendorchester - Nationales Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland unter der Leitung von Frank Strobel.
19 Uhr: KONZERTEINFÜHRUNG
Ort: Musikclub im Konzerthaus - Einlass mit Ticket zum Konzert um 20 Uhr.
Förderung und Sichtbarmachung des deutschen Filmkulturerbes
18.08.2009 18:17 - Thomas Schmölz
Ein dreiviertel Jahrhundert nach seiner letzten Kinovorführung soll mit diesem Vorhaben der Stummfilm »Nathan der Weise« im Rahmen eines sinfonischen FilmKonzertes erstmals wieder einem großen Publikum zugänglich gemacht werden. Als ein “Triumph der cineastischen Energie” und aus filmhistorischer Sicht als “ein Vorgriff auf die Hollywood-Ästhetik”[1], stellt er einen Meilenstein filmischen Schaffens aus der Zeit der Weimarer Republik dar, deren notwendige Aufarbeitung jüngst auch den Deutschen Bundestag beschäftigte: “Filme sind ein unersetzbarer Bestandteil des Kulturerbes. Sie sind Gedächtnisarchive und schaffen einen besonderen Zugang zu […] Hoffnungen und Utopien, zu Unabgegoltenem und Verdrängtem, zu einem immer wieder neu zu erschließenden Reichtum der historisch gewordenen Welt.”[2]
[1] Georg Seeßlen: Toleranz fürs Kino gerettet., DIE ZEIT Nr. 27 vom 28.06.2007, S. 44
[2] Deutscher Bundestag, Drucksache 16/8504: Auszug aus einem Antrag Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 12. März 2008
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Musikalische Nachwuchsförderung
18.08.2009 18:16 - Thomas Schmölz
Die Kooperation mit dem Bundesjugendorchester als einer der wichtigsten Institutionen, die die nationale Orchesternachwuchsförderung aufzuweisen hat, soll einerseits durch die konkrete Arbeit an und mit der Musik von Rabih Abou-Khalil die jungen Musikerinnen und Musiker für die zeitgenössische Musik im Allgemeinen und die arabische Musikkultur im Besonderen sensibilisieren. Andererseits will sie in ihrer Außenwahrnehmung den Anspruch der Jugend auf eine friedliche Zukunft in Freiheit formulieren.
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Toleranzappell
18.08.2009 18:15 - Thomas Schmölz
Der Film »Nathan der Weise«, 1922 unter der Regie von Manfred Noa bei der Münchner EMELKA produziert und ein halbes Jahrhundert verschollen geglaubt, ist eine der wichtigsten filmhistorischen Entdeckungen der letzten Jahre. Ein exzellentes Beispiel für politisch engagiertes Kino der frühen Filmgeschichte. Regisseur und Produzent des Films wollten einen ‚Film der Humanität’ mit einem Plädoyer für ein friedliches Zusammenleben der Religionsgemeinschaften und Völker schaffen. Angesichts der weltweit eskalierenden Konflikte zwischen den drei großen monotheistischen Religionen, die unsere Gegenwart in bisher nicht gekanntem Maße bestimmen, soll der Film im Rahmen sinfonischer FilmKonzerte auf eindrückliche und universal verständliche Weise für mehr Toleranz und Achtung der kulturellen und religiösen Vielfalt in einer globalisierten Gesellschaft werben.
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