bejubelt, verfemt, verschollen ...
nach über einem halben Jahrhundert wiederentdeckt ...
»Nathan der Weise« zu Gast beim YOUNG EURO CLASSIC FESTIVAL 2010
20. August 2010 | 20.00 Uhr
Konzerthaus am Gendarmenmarkt | Berlin
Musik: Rabih Abou-Khalil (2009)
Mit Rabih Abou-Khalil (Oud), Michel Godard (Tuba), Jarrod Cagwin (Percussion)und dem Bundesjugendorchester - Nationales Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland unter der Leitung von Frank Strobel.
19 Uhr: KONZERTEINFÜHRUNG
Ort: Musikclub im Konzerthaus - Einlass mit Ticket zum Konzert um 20 Uhr.
Roundtable: Der Neue Zorn Gottes
21.09.2009 17:35 - Thomas Schmölz
Samstag, 24. Oktober 2009, 18.00 Uhr
Foyer Glashalle West im Gasteig
Eintritt frei.
Rabih Abou-Khalil, Hilal Sezgin, Rolf Schieder, Marcia Pally und Christian Lüffe im Gespräch mit Andrian Kreye (Süddeutsche Zeitung)
Den Auftakt zur filmmusikalischen Toleranzinitiative »Nathan der Weise« bildet ein hochkarätig besetztes Roundtable-Gespräch mit dem Titel »Der neue Zorn Gottes«.
Religionspolitische Fragen haben in den letzten Jahren brennende
Aktualität gewonnen – das Gespenst der Religion geht wieder um in der
Welt, so die Diagnose vieler Kulturwissenschaftler und Philosophen. Der
Kampf der Ideologien aus der Zeit des Kalten Krieges ist einem Kampf um
den rechten Glauben gewichen – international, innenpolitisch und auch
kulturpolitisch. Vor diesem Hintergrund fordert Lessings Toleranzutopie
zu einer neuen Lektüre und Auseinandersetzung auf.
Mit der deutsch-türkischen Publizistin Hilal Sezgin (»Mohammed und die Zeichen Gottes«), dem evangelischen Theologen Prof. Dr. Rolf Schieder (»Sind Religionen gefährlich?«) und der US-amerikanischen Kulturwissenschaftlerin Marcia Pally (»Die hintergründige Religion«) sitzen drei AutorInnen auf dem Podium, deren Publikationen den aktuellen religionspolitischen Diskurs durchdringen. Weitere Gäste sind Dr. Christian Lüffe (Goethe-Institut) und der deutsch-libanesische Oud-Spieler und Komponist Rabih Abou-Khalil, aus dessen Feder die neue sinfonische Filmmusik zu »Nathan der Weise« stammt.
Durch das Gespräch führt Andrian Kreye (Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung).
Eine Veranstaltung von ZDF/ARTE und Goethe-Institut mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat München
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Rabih Abou-Khalil und Frank Strobel im Gespräch
03.09.2009 14:19 - Thomas Schmölz
Das Gespräch mit Rabih Abou-Khalil (Komponist) und Frank Strobel (Dirigent) wurde unmittelbar nach den Proben mit dem BJO in Bonn in einer Hotellobby aufgezeichnet.
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»Nathans Ende oder Der Schlaf der Vernunft?« - Die Ausstellung
02.09.2009 20:31 - Thomas Schmölz
Ausstellung vom 24. Okt. - 01. Nov. 2009
im Foyer der Philharmonie im Gasteig.
Eintritt frei.
von Matthias Hanke
„Es kann wohl seyn, dass mein Nathan wenig Wirkung tun würde, wenn er auf das Theater käme, welches wohl nie geschehen wird. Genug wenn es sich mit Interesse nur lieset.“ So schrieb Gotthold Ephraim Lessing im April 1779 an seinen Bruder Karl Gotthelf. Wenngleich der Weg dieses Theaterstücks auf die Bühne in der Tat schwierig war, so hatte sich Lessing in der Einschätzung der Wirksamkeit seiner Dichtung letztlich doch geirrt: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Drama nicht mehr von den Spielplänen wegzudenken. Heute – 226 Jahre nach der Uraufführung – gehört „Nathan der Weise“ zu den meistgespielten Stücken überhaupt, nicht zuletzt weil es in der globalisierten Welt neu aufgebrochener religiöser und kultureller Auseinandersetzungen ein Konflikt- und Begegnungsmodell ohne Beispiel ist.

Die Ausstellung der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz spürt der Wirkungsgeschichte „Nathans des Weisen“ nach und spannt dabei einen Bogen von der Entstehung über die wechselvolle Bühnengeschichte des Stücks bis hin zur Radikalität der Erinnerung, mit der beispielsweise George Tabori das Publikum 1991 in seiner Adaption „Nathans Tod“ konfrontierte. Dem interessierten Besucher wird sich Lessings Vision einer toleranten Menschengemeinschaft als uneingelöste Möglichkeit und als alternativlose Hoffnung in einer präsenten und sinnlichen Exposition zeigen.
Anhand verschiedener Exponate wie Buchausgaben, Kunstwerken und Theaterdokumenten wird die spannende und wechselvolle Geschichte des Umgangs mit der Dichtung nachvollziehbar. So prägte im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, neben den einschneidenden Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, das Theater die Sehweisen und den Erwartungshorizont gegenüber der Figur des Nathan, auf die Manfred Noas Film traf. Selbst in der Werbung des ausgehenden 19. Jahrhunderts fanden Motive des „Nathan“ Verwendung.

Einen Schwerpunkt legt die Ausstellung auf die Tatsache, dass „Nathan“ und seine Wirkungsgeschichte auch Ausdruck einer 150-jährigen fruchtbaren und zugleich gefährdeten Kultursymbiose zwischen Deutschen und Juden in ihrem gemeinsamen Heimatland war. Die Ausstellungstafeln erinnern an Inszenierungen, die zu Meilensteinen in der Theatergeschichte wurden und jeweils neue Zugänge zu dem lessingschen Ideendrama gefunden haben: Von den Verkörperungen im 19. Jahrhundert über die Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin 1945 und die Darstellung Ernst Deutschs 1954 bis zu Claus Peymanns Inszenierung in Bochum 1981 und den künstlerischen Reaktionen auf die Situation nach dem 11. September 2001. Dabei werden auch Inszenierungsbeispiele aus anderen Kulturräumen vorgestellt, u.a. die „Nathan“-Aufführung der Pearl Theatre Company in New York im Jahre 2002.

Im Kontext der jeweiligen Entstehungszeit geben die Exponate zu erkennen, dass Künstler und Zuschauer immer wieder neue Fragen an Lessings „Nathan“ gestellt haben. Um Existentielles und schmerzhaft Uneingelöstes ging es da, nicht um entbehrlichen Zierrat.
Daten zur Ausstellung:
www.lessingrezeption-kamenz
Präsentation der Ausstellung vom 24. Oktober 2009 bis 1. November 2009 im Gasteig in München (Foyer der Philharmonie)
Autoren: Matthias Hanke und Birka Siwczyk (Kamenz)
Gestaltung: Marcus John (Dresden)
Übersetzungen: Ingrid Rothe und Geraldine Schuckelt
Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.



Die Präsentation in München wurde dankenswerterweise durch das ZDF ermöglicht.
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Probenphase Bonn, August 2009
02.09.2009 00:17 - Thomas Schmölz
Nachdem zunächst Anfang August in Frankfurt (Oder) ein Koordinationstreffen der Dozenten des BJO mit dem Percussionisten Jarrod Cagwin stattfand, trafen am 24. und 25. August 2009 die Musikerinnen und Musiker des BJO erstmals auf den Komponisten Rabih Abou-Khalil, Jarrod Cagwin und den Dirigenten Frank Strobel.
Hier einige Impressionen von den Proben in Bonn:








Besetzung
Violine: Karishma Adita, Katerina Chatzinikolau, Joana Collmer, Sebastia:n Dinu, Tobias Feldmann, Andreas Feldmann, Sophia Grabandt, Nils Hilbert, Julia Knapp, Christopher Kott, Theresa Lier, Lisa Taiyang Liu, Hildegard Niebuhr, Teresa Novák, Jannis Rieke, Fjodor Selzer, Teresa Sophia Simone, Felicia Stepp, Julia Ungureanu, Valentin Ungureanu, Lisa Marie Vogel, Johanna Wundling
Viola: Ann-Sophie Cristea, Ruth Kemna, Muriel Razavi, Daniel Rauscher, Julian Pontus Schirmer, Björn Sperling, Sarina Zickgraf, Magdalena Lautenbacher
Cello: Sophie Notte, Anton Richter, Kundry Röder-Sorge, Jakob Stepp, Nicole Wiebe, Marie-Louise Wundling
Bass: Benedikt Büscher, Franziska Rau, Yannick Sartorelli, Heike Schäfer, Alexander Wachauf-Tautermann
Flöte: Carina Mißlinger, Christine Pöche, Lilja Steininger
Oboe: Juri Schmahl, Nele Stibani
Klarinette: Patrick Hollich, Andreas Kowalczyk, Johannes Schultz
Fagott: Lydia Pantzier, Theo Plath
Horn: Felix Baur, Felix Klieser, Marlene Pschorr
Trompete: Peter Dörpinghaus, Michael Kopp, Jonathan Müller
Posaune: Felix Eckert, Aaron Stilz, Jonas Burow
Schlagzeug: Artemij Bussovikov, Markus Kurz, Viviane Vassileva
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