YEC: Nathan, der Höhepunkt

PAPERPRESS 21.08.2010

Bei Young Euro Classic reihen sich die Höhepunkte vom ersten bis zum letzten Tag aneinander. Alle Orchester, Solisten und Dirigenten boten eine hervorragende Leistung und Qualität. Es ist schwer, das Highlight der Highlights auszumachen. Ohne die anderen Konzertabende schmälern zu wollen, kann man aber wohl festhalten, dass die Aufführung des Stimmfilms „Nathan der Weise“ am 20. August mit dem Bundesjugendorchester aus allen Höhepunkten des Festivals hervorstach, und das gleich aus mehreren Gründen.


Ein Experiment war die Aufführung des Stummfilms aus dem Jahre 1922 mit der Musik von Rabih Abou-Khalil eigentlich nicht, denn es fand bereits im letzten Jahr die Premiere in München statt. Und der Pate des Abends, Prof. Nico Hoffmann, Produzent und Geschäftsführer von teamWorx/UFA Cinema, berichtete von dem großen Erfolg. In Berlin, so sagte er voraus, werde die Aufführung einen Triumph erleben. Und das tat sie dann auch. Das YEC-Publikum war vor Begeisterung nicht zu bremsen, Standig Ovations und lang anhaltender Applaus quittierten die hervorragende Leistung aller Beteiligten.


Von den Besuchern im Konzerthaus wurde einiges abverlangt. Um 20 Uhr begann der Abend mit der Festivalhymne, gefolgt von der Begrüßung des Parten. Und dann ging es los. Zwei Stunden Stummfilm mit Musik, OHNE Pause. Angestrengte Gesichter zu Beginn, als man von dem Ablauf erfuhr, entspannte danach, aber keine Ermüdungserscheinungen. Die zwei Stunden vergingen sprichwörtlich wie im Fluge, wozu die beiden Hauptkomponenten des Abends ihren Beitrag leisteten: ein spannender Film und eine geradezu überwältigende Musik, von der man nur hoffen kann, dass es sie bald auf CD gibt, und eine DVD mit dem Film und der Musik möglichst dazu.

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