Toleranzappell
18.08.2009 18:15 - Thomas Schmölz
Der Film »Nathan der Weise«, 1922 unter der Regie von Manfred Noa bei der Münchner EMELKA produziert und ein halbes Jahrhundert verschollen geglaubt, ist eine der wichtigsten filmhistorischen Entdeckungen der letzten Jahre. Ein exzellentes Beispiel für politisch engagiertes Kino der frühen Filmgeschichte. Regisseur und Produzent des Films wollten einen ‚Film der Humanität’ mit einem Plädoyer für ein friedliches Zusammenleben der Religionsgemeinschaften und Völker schaffen. Angesichts der weltweit eskalierenden Konflikte zwischen den drei großen monotheistischen Religionen, die unsere Gegenwart in bisher nicht gekanntem Maße bestimmen, soll der Film im Rahmen sinfonischer FilmKonzerte auf eindrückliche und universal verständliche Weise für mehr Toleranz und Achtung der kulturellen und religiösen Vielfalt in einer globalisierten Gesellschaft werben.