Kinoatmosphäre im Gasteig

„Was machen denn eigentlich die ganzen Männer hier auf der Bühne?“, fragt Julia. Die Geigerin ist verwirrt: Statt ruhiger Konzertsaal-Atmosphäre herrscht ein hektisches Treiben auf der Bühne der Philharmonie im Gasteig. Rund 15 schwarzgekleidete Männer und Frauen bauen Kameras auf, verlegen Kabel, stellen Monitore, Licht und Mischpulte ein, rufen technische Einstellungskommentare durch den Raum. „Parallel zum Soundcheck wird die Projektion getestet. Streulicht von unten (es waren eben doch die falschen, nicht dimmbaren Pultleuchten) bringt jeden Vorführer zur Verzweiflung. Hinter der fleckigen Scheibe der Projektionskabine steht unser Vorführer Johannes in Walkie-Talkie-Verbindung mit Christian, der die letzten vier Monate mit der HD-Restaurierung und rundherum neuen Lichtbestimmung am Film verbrachte. Beide korrigieren noch die Kontraste nach“, erklärt Nina Gosslar, Redakteurin beim ZDF und ARTE und Initiatorin des Projektes.

Die Bühne ist inzwischen in ein dunkles Licht getaucht. Eine riesige Leinwand befindet sich hinter den Musikern, die Notenständer sind mit Pultleuchten versehen. „Ich werde heute Abend ein weißes Hemd tragen, damit ihr mich überhaupt sehen könnt“, lacht Frank Strobel. “Was tragen eigentlich die Musiker?“, greift Produktionsleiter Thomas Schmölz den Kommentar auf, „das haben wir ja ganz vergessen zu besprechen“. Die Musiker sind aber natürlich auf Konzert gepolt und alle haben ihre schwarzen Anzüge und Abendkleider bereit. Es herrscht freudige Vorspannung – gleich geht’s los. Toitoitoi.

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